Beckenboden

Wann ist Beckenboden-Gymnastik wichtig?

Der Beckenboden besteht aus verschiedenen Muskelschichten und liegt an der Unterseite des Beckens. Er stützt die inneren Organe, insbesondere die Blase und bei Frauen die Gebärmutter, bzw. hält sie in ihrer Position. Außerdem hat der Beckenboden die Funktion, die Aktivitäten von Darm und Blase zu kontrollieren, ist beim Mann zudem neben der Kontinenz auch für die Potenz verantwortlich und unterstützt zusätzlich die Wirbelsäule. Funktioniert der Beckenboden nicht mehr wie gewohnt, kann dies unter anderem zu Inkontinenz führen. Diese tritt auch infolge von Operationen, Entzündungen, Gewebeschwäche, Übergewicht, Überlastung und Fehlbelastung im Alltag sowie anhaltende Druckbelastung durch chronischen Husten, schweres Heben, Verstopfungen und allergisches Niesen auf.

Ziele der Beckenboden-Gymnastik

Die Beckenboden-Gymnastik bezweckt die Linderung bzw. Behebung von Blasenschwäche, Inkontinenz (Urin und Stuhl), Organsenkungen, sexueller Dysfunktionen und chronischen Rückenbeschwerden im Kreuzbereich. Gleichzeitig dient die Behandlung auch der Prävention, um die zuvor genannten Beschwerden zu vermeiden. Ziel der Beckenboden-Gymnastik ist es, die Beckenbodenmuskulatur zu stärken, um so die Funktion des Muskelgewebes zu steigern, aber auch um eine bessere Kontrolle über die einzelnen Muskelgruppen zu erlangen.

Was trainiert man beim Beckenboden-Training?

Das Training besteht aus Anspannungs-, Atem- und Entspannungsübungen. Beckenboden-Training sollte unter vorheriger Anleitung zusätzlich zu Hause absolviert werden. Wichtig ist es, die Gymnastik regelmäßig auszuführen, da es mehrere Monate in Anspruch nehmen kann, um Verbesserungen und Fortschritte zu erzielen. Die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur erfolgt mit verschiedenen Übungen, deren Wiederholungszahl und Ausführung schrittweise gesteigert werden. Dann sollten die Beschwerden stetig im Alltag weniger spürbar sein.

© 2023 Sarina Meier-Schmidt